Eindeutig: HARTZ IV - Stromkosten sind kaum noch zu begleichen!

Dabei wäre die Lösung so simpel…

Einigen Medien fällt derzeit eine interessante Parallele auf: In den letzten Jahren sind sowohl die Strompreise erheblich gestiegen*, wie auch die Zahl der Kredite, die das Jobcenter auf Antrag an Bezieher von Hartz IV vergibt. Und die dann mit einem zehnprozentigen Abzug vom Regelsatz abgestottert werden müssen - von den Leistungsempfängern versteht sich, die mit ihrem Geld eh kaum klar kommen. Die Höhe solcher Not-Darlehn hat sich seit 2007 gar verdoppelt. Das Dresdner Jobcenter will die Erklärung für den Anstieg dieser Darlehn in einer Software-Umstellung gefunden haben. Bestreitet damit, dass sie überhaupt zugenommen haben. 

Wie unglaubwürdig ist das bitte? 

Nach allen Erfahrungen in meiner Kanzlei ist die Lage so eindeutig, wie die oben genannte Parallele es eben zeigt: Die immer weiter steigenden Stromkosten sind vom niedrigen Regelsatz kaum mehr zu begleichen. 

Hier muss eine Gesetzesänderung her! So schnell wie möglich muss das Jobcenter dazu verpflichtet werden, die realen Stromkosten zu übernehmen. Zusätzlich zum Regelsatz, ebenso wie bei der Miete könnten sie ja gedeckelt werden. Nur so wird aus dem fortwährenden Anstieg der Stromkosten nicht auch ein fortwährender Anstieg der Armut. 

Kann die Politik hier bitte rasch reagieren? 

Herzlichst, 

Gerhard Rahn (Fachanwalt für Sozialrecht)

Servicelink: Artikel zum Thema Sächsische Zeitung

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