Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

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Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

„Schluss mit der Schuldvermutung!“ - Machen wir das Neue Jahr zu einem der Fakten. Ein Plädoyer

Schluss mit der Schuldvermutung!

Woher kommt es, dass die Welt stetig komplizierter wird, uns die Orientierung immer schwer fällt? Zum einen ist da, durch das Internet und seine Netzwerke, eine neue, ungeheure Flut an Informationen. Sie allein würde nach neuen Studien reichen, um uns zu überfordern. Erschwerend hinzu kommt jedoch, dass es sich immer weniger um Informationen handelt - und immer mehr um Stimmungsmache. Unsere Instinkte werden getriggert, sie sollen übernehmen vom Verstand. Vergleichbar ist das mit Plädoyers bei Gericht in den USA, wo Geschworene oft rein emotional über Freiheit oder gar Tod entscheiden 

Vertrauensverlust in die Demokratie

Apropos USA. Vor einem Jahr wurde dort von einem wütenden Mob das Kapitol gestürmt, die Herzkammer dieser Demokratie. Weil ein Präsident schon vor Amtsantritt, quasi präventiv, behauptet hatte, er könne nicht verlieren. Es sei denn er werde betrogen (siehe auch: t-online-Artikel "Die Lüge vom Wahlbetrug"Bastian Brauns). Trump hat ein Narrativ aufgebaut, eine unbelegte Behauptung so lange mit solch felsenfester Überzeugung wiederholt, bis diese immer mehr Menschen sie für möglich hielten. Obwohl keinerlei Beweise vorliegen, glauben laut neuster Umfrage 40 Prozent der Amerikaner, die letzte Wahl sei nicht mit rechten Dingen zugegangen. So ein Vertrauensverlust in die staatlichen Institutionen einer Demokratie ist bislang wohl einmalig. 

Schuldvermutung statt Unschuldsvermutung

In deutschen wie europäischen Gerichten urteilen keine Geschworenen, zum Glück, sondern studierte Richter und Richterinnen. Die interessiert nur eines: Beweise, Fakten also. Wird ein mutmassliches Verbrechen nicht bewiesen, muss die Anklage erfolglos bleiben. Soweit, so gut. Gesellschaftlich schreitet aber auch bei uns die Verbreitung von unbewiesenen Narrativen voran, die dann von immer mehr Menschen als „wahr“ oder zumindest „möglich“ eingestuft werden. Anstelle der Unschuldsvermutung tritt die Schuldvermutung. 

Tatort Videobeweis - Die Schuldvermutung

Auf welch schwierigen Weg uns das führt, gesellschaftlich wie juristisch, zeigte vor Kurzem ein Fernsehfilm. Der Tatort: Videobeweis handelt von einer Verführung, die von der Frau später als Vergewaltigung dargestellt wird. Obwohl ein Video nur Hingabe und keine Gewalt zeigt, verfangen die geschürten Zweifel sowohl bei den Kommissaren wie auch bei den Zuschauern. In den Sozialen Netzwerken überwiegen die Stimmen, die der Frau „glauben“. 

Nun gab es Verführungen schon immer, nicht immer sind gute Absichten dabei und nicht immer fühlen sich die Beteiligten danach gut. Doch gehören sie bislang halt zum Leben. Schuldvermutungen, die nicht bewiesen werden können, künftig auch? Nein! Wir sollten dringend davon absehen, sie zum neuen Standard werden zu lassen. 

In dubio pro reo - im Zweifel für den Angeklagten. So war es und so muss wieder werden. „Schluss mit der Schuldvermutung!" ist deshalb ein guter Vorsatz für das Neue Jahr, denke ich. Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes, rundum erfreuliches 2022, 

Ihr 

Gerhard Rahn, Rechtsanwalt 

(Bilder: pixabay und Tatort SWR / Benoît Linder, Redaktion Rahn: Frank Jaspermöller

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