Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Hartzgerecht? Weshalb eine ECHTE Reform her muss!

Hartz IV - Das Leben ohne Arbeit ist auch kein Ponyhof

In einem aktuellen Interview mahnt der Boss der Bundesanstalt für Arbeit, Detlev Scheele, eine Reform der Hartz-Gesetze an. Noch vor der Bundestagswahl. Genau das macht die richtige Initiative leider mau und mutlos. 

Scheele ist ein viel geachteter Mann, sein Wort hat Gewicht, in Sozialverbänden wie konservativen Kreisen gleichermaßen. Er ist kein Bankkaufmann, kein Parteisoldat. Er ist einer dieser Fachleute, über die so gern geredet wird, weil sie gebraucht werden. Die Corona-Krise, das stellt Scheele als erstes in seinem Spiegel-Interview klar (siehe unten), wird Fachleute kaum dauerhaft aus der Bahn werfen.

Reform-Light

Schwierig wird’s hingegen mal wieder für die, die keine oder nur wenig Kompetenzen vorweisen können. Die ohne Ausbildung sind, dazu vielleicht ohne perfekte Deutsch-Kenntnisse. Scheele hatte geschafft, woran andere Leiter seiner Behörde regelmäßig scheiterten: Die Zahl der Langzeit-Arbeitslosen zu senken, innerhalb von drei Jahren um 30 Prozent. Das ist beachtlich. Nun, nach einem Jahr Corona, gibt’s wieder so viele wie vor diesen drei Jahren: über eine Million. 

Neben der Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils (was für ein Wortungetüm) in Sachen Sanktionen, immerhin aus November 2019, fordert Scheele deshalb die Förderung von neuen Ausbildungsplätzen für Hartz IV- Empfänger. Soweit, so okay. Scheele weiß, mit der aktuellen Regierung wird nicht mehr zu machen sein. 

Ebenso wird er aber wissen: Das reicht nicht! 

Die Hartz-Gesetze spalten unsere Gesellschaft, nicht mehr nur in arm und reich, sondern auch in - angeblich - faul und fleißig. Denn die Friseurin, die zum Mindestlohn ackert, hat nach allen Abzügen kaum mehr Geld übrig, als ein Hartz IV-Bezieher. In den Sozialen Medien geraten beide Seiten deshalb immer häufiger aneinander. Wo die Friseurin über zu viele Arbeit für zu wenig Geld klagt, jammert wer zu Hause sitzt über zu wenig Geld plus Nutzlosigkeit. Mangelnde Kontakte. Corona zeigt auch Arbeitenden grad, wie unbefriedigend das sein kann, nur in den eigenen Wänden. Zur Dauerberieselung gesellt sich immer häufgier der Alkohol, auf ihn folgt nicht selten die Depression.

Das Leben allein zu Haus ist auch kein Ponyhof. 

Scheele kennt diese Probleme. Er sollte deshalb den Mut haben, mehr zu fordern, auch wenn’s vor der Wahl dafür keine Mehrheit mehr gibt. Zu seiner Ausbildungsinitiative muss der Hartz IV-Satz deutlich erhöht werden - genau wie der Mindestlohn. Parallel dazu müssen neue Möglichkeiten her, in einen Beruf einsteigen zu können. Individuell ausgelotet, nach persönlichen Voraussetzungen. Geförderte Arbeitsplätze sind nicht teurer, als geförderte Arbeitslosigkeit. Mit Prüfung auch der Bedürftigkeit der Betriebe, damit hier wirklich zusammenwächst, was dauerhaft zusammen gehört.  

Fazit

Hartz IV darf nicht länger Endstation bleiben, sollte endlich gerechter werden! Auch in der Empfindung derer, die’s nicht beziehen müssen. Deshalb, lieber Detlev Scheele: Fordern sie jetzt mehr! Wir stimmen im September dann gern auch darüber ab.  

Herzlichst, 

Gerhard Rahn (Fachanwalt für Sozialrecht) 

 

#Jobcenter #Arbeitsagentur #HartzIV #hartzgerecht #Scheele #Reform #Grundsicherung #Armut #faul #fleißig #Mindestlohn #Bundestagswahl #arbeitslos #Arbeitslosigkeit #Bundesverfassungsgericht #BVerG #Niedriglohnsektor #Aufbruch #Anfang #Arbeit 

(Bilder: Pixabay, Rahn privat)