Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

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"Sperrt ihn weg, für immer!"

Korfu, Alter Palast, Asiatisches Museum

Wie n-tv sich zum Handlanger des Volkszorns macht

Auch seriöse Medien, und dazu sollte ein Nachrichtensender wohl zählen, erliegen ab und zu leider dem Reiz einer tendenziösen Berichterstattung. Was bei den Themen Vergewaltigung und Irgendwas-Schlimmes-mit-Kindern eigentlich kaum nötig wäre, die klicken in der Regel nämlich von selbst. Der Empörungsreflex macht das schon. 

„Vergewaltiger auf Korfu gefasst“

schlagzeilte n-tv in dieser Woche. Tatsächlich? Ein Mann saß wegen Vergewaltigungen im Gefängnis, 2012 verurteilt zu 53 Jahren Haft, die - das ist anzunehmen - auf die vielen erzürnten Inselbewohner*innen beruhigend wirken sollten. Rechtlich durchsetzbar ist solch ein Strafmaß in der EU allerdings nicht, und so kam er im August 2019 auch nach acht Jahren „aufgrund guter Führung“ wieder frei.

(Auch interessant: Warum "härtere Strafen" nichts bringen)

Der Entlassene kündigte an, auf der Insel - die er auflagengemäß nicht verlassen darf - nun ein friedliches Leben führen zu wollen. Dafür war die Empörung bei Landsleuten der damaligen Opfer aber zu groß. Als er sich in einem, bei Engländern höchst beliebten Ort blicken ließ, wurde dort wenig später in Wild-West-Manier plakatiert: „Beware of this monster!“, darunter sein Porträt in schwarz-weiß, plus „Info-Text“. 

Hetzjagd träfe Mitschuld

Jetzt soll der Mann tatsächlich wieder zugeschlagen, eine Albanerin entführt und vergewaltigt haben. Wenn ein Straftäter nach so vielen Jahren massiv in seine alte Rolle gedrängt wird, erfüllt er sie früher oder später oft auch wieder. Das sagt die Psychologie und zeigt die Erfahrung gleichermaßen. Die Hetzjagd träfe somit eine Mitschuld. Im Netz waren vorher jedoch auch Bemerkungen zu lesen, die stutzig machen: „Er darf unseren Frauen nichts mehr tun!“ Da hoffe ich mal, dass hier nichts inszeniert worden ist. 

Nehmen wir aber einmal an, die Tat fand statt. Dann wird dieser Mann seinen krankhaften Sexualtrieb ohne fachmännische Hilfe nicht in den Griff bekommen. Die Gesellschaft muss vor ihm, und er muss vor der Gesellschaft, sowie auch vor sich selbst, geschützt werden. Ein Gefängnis ist dafür allerdings das denkbar schlechteste Mittel, denn in der EU darf niemand endlos „weggesperrt“ werden. Das einzig Sinnvolle: Eine Behandlung, psychologisch und unter Umständen auch medizinisch, plus intensiver Betreuung, sicher für lange Zeit stationär. Ohne Freigang.

Mutmaßlich! 

Kommt es im Fall mit der Albanerin mangels Beweise zu keiner Verurteilung, geht wohl alles wieder von vorne los. Hetzjagd reloaded. Ein deutscher Nachrichtensender sollte sich bei so etwas auf keinem Fall zum Handlanger machen lassen. Liebe Leute von n-tv:

Das schöne Wort „mutmaßlich“ zerstört keine Headline, es wertet sie auf. Unschuldsvermutung und so. 

Herzlichst, 

Gerhard Rahn, Fachanwalt für Strafrecht

#Vergewaltiger #Korfu #ntv #Hetzjagd #Ferieninsel #Haftstrafen 

(Foto: "Korfu - Alter Palast", Frank Jaspermöller)