Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Auf in die Schlacht!

 

Schweine auf dem Weg zum Schlachthof

Und wieder ein Schlachthof. In Bad Bramstedt wurden 140 Menschen, die mit dem dortigen Schlacht- und Zerlegebetrieb in Verbindung stehen, positiv auf COVID-19 getestet. Viele von ihnen Arbeiter und Arbeiterinnen aus Rumänien, die werktäglich von ihrer Sammelunterkunft, eine ehemalige Kaserne im benachbarten Kellinghusen, zum Schlachten gekarrt werden. Hygieneregeln spielen dabei keine Rolle, das zuständige Gesundheitsamt kontrolliert nicht. Begründung: Laut Artikel 13 des Grundgesetzes gelte die Unverletzlichkeit der Wohnung.

Geduldeter Rechtsbruch

Netter Versuch. Wenn Unterkünfte vom Arbeitgeber angemietet, und die Mitarbeiter*innen sogar mit betrieblichen Bussen dort hin- und wieder zurückgefahren werden, prägt das Arbeits- auch das Mietverhältnis. Hygieneregeln gelten dann also für Schlachtbetrieb wie Unterkunft und Shuttle gleichermaßen. Eine ziemlich klare Rechtslage, weshalb spekuliert werden darf, ob die Behörde absichtlich nicht so genau hingesehen hat. Der zuständige Sozial- und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) redet sich gegenüber dem NDR mit einer "Gesetzeslücke" und strukturellen Problemen raus, die er nun auf Bundesebene lösen möchte - netter Versucht Teil zwei. Der Schlachtbetrieb war übrigens sogar so dreist, die Quarantäne-Anordnung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Eilverfahren kippen zu wollen. Das ist Gott sei Dank vom Tisch. 

Arbeiter-Sammellager

Ganz ehrlich: (Wir) Fleischesser wissen, warum das halbe Pfund Hack für läppische 39 Cent zu haben ist, selbst die „Bio-Qualität“ liegt inzwischen oft nur noch gering darüber. Die Gründe dafür heißen: Tierquälerische Schnellmast mit Hilfe von Antibiotika, Schlachtung im Akkord zu Dumpinglöhnen, für die Deutsche sich schon lange nicht mehr die Hände blutig machen. Und leider auch Arbeiter-Sammellager. Schmeckt uns das wirklich? Mir nicht! Es wird Zeit, Grundsätzliches zu ändern. Der Staat muss seinen Glauben, der Markt würde das schon regeln, ad acta legen. „Habeck will unser Schnitzel teurer machen!“ titelte die Bild bereits erbost. Ich hoffe, nicht nur Robert Habeck will das. 

Ziehen wir gemeinsam in die Schlacht für eine rechtlich wie ethisch vertretbare Schlachtung! Denn sonst schneiden wir uns immer tiefer ins eigene Fleisch. 

Herzlichst, 

Gerhard Rahn, Rechtsanwalt

(Bild: topagrar online, "Auch die Bauern leiden unter der Corona-Krise", Artikel hier)