Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

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Kinder als Nebenkläger - richtig oder ärgerlich?

Kind Nebenklage Jugendamt

Die Tat ist unstrittig, sogar einen Videobeweis gibt es. Am 25. Oktober letzten Jahres lauert Imad A. mit einem Leihwagen seiner Frau Sana auf, die sich zuvor von ihm getrennt hatte. Er beschleunigt und überfährt sie mit 89 Stundenkilometern. Anschließend schlägt er mit einer Axt auf das, bereits im Sterben liegende Opfer ein, viele Male. Jetzt steht der 34-jährige vor Gericht, die Staatsanwaltschaft will eine Verurteilung wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen und Heimtücke. 

Klage der Kinder

Die Strategie der Verteidigung zeichnet sich schon am ersten Prozesstag ab: A. hätte einen erweiterten Suizid geplant, zu dem es aber nicht mehr gekommen sei. Verminderte Schuldfähigkeit also. Für Spekulationen, ob das Gericht dem folgen wird, ist es noch zu früh. Die Aussagen, die Täter wie Opfer zuvor über den Zustand ihrer Ehe geäußert hatten, unterscheiden sich massiv. Und A. wird nicht nur die Staatsanwaltschaft gegen sich haben, auch eine Nebenklage wurde eingereicht - vom Jugendamt, dem Vormund der Kinder. Sie sind zwei und vier Jahre alt, leben jetzt in einer Pflegefamilie in dem Glauben, ihre Mutter sei bei einem Verkehrsunfall gestorben. Spätestens hier darf man stutzig werden.

Ist es tatsächlich Aufgabe des Jugendamtes, Kinder in einen Prozess gegen ihren Vater zu vertreten? Wenn die davon gar nichts wissen? In diesem speziellen Fall, und so ganz grundsätzlich?  

Ich meine: Nein!

Solche Klagen sind bei der Staatsanwaltschaft in guten Händen. Operkinder sollten in ihren neuen Familie so frei wie möglich von schrecklichen Geschehnissen aufwachsen dürfen. Später einmal werden sie dann selbst entscheiden, ob sie mit dem Täter, ihrem leiblichen Vater, in Kontakt treten wollen. Wenn ja, sollten sie dabei nicht auch noch vorbelastet sein, durch eine Rolle als Kläger, die ihnen einmal aufgezwungen wurde - egal, ob sie die dann gut finden oder nicht.

Der Staat spielt sich mit soetwas auf. Er sollte das lassen! 

Herzlichst, 

Gerhard Rahn (Fachanwalt für Strafrecht) 

 

Mehr zum Fall: "Hatte Imad A. eigentlich einen anderen Plan?" (Spiegel Artikel)

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(Bild: Pixabay)