Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

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„Weil du mir gehörst“ (ARD) - Das eigene Kind manipulieren, ist das erlaubt?

Nein, so etwas möchte man nicht erleben: Im Fernsehfilm „Weil du mir gehörst“ manipuliert eine Mutter erbarmungslos ihre kleine Tochter. In der Realität hätte solch ein Verhalten für sie nicht nur moralische Konsequenzen. 

Obwohl das Thema eher spröde erscheint, ein Sorgerechts-Prozess, fesselt der Film vom ersten Moment an. Hautnah erleben wir in „Weil du mir gehörst“ die Entfremdung eines Kindes vom Vater - vorsätzlich herbeigeführt durch die Mutter. Die agiert von Szene zu Szene gerissener, bis der Moment kommt, an dem man als Zuschauer laut losbrüllen möchte. Nützt nur nix. Plangemäß tappt der gutgläubige Papa weiter von einer Falle in die nächste. Das brillante Drehbuch von Katrin Bühlig will es so.

Mädchenhafte Unschuldsmine 

Vor einem Jahr hat sich Tom (Felix Klare) von Julia (Julia Koschwitz) getrennt und lebt jetzt zusammen mit seiner neuen Partnerin und derer kleinen Tochter. Sein Kind Anni ist jedes zweite Wochenende bei ihnen, hat ein eigenes Zimmer im Haus der Familie, fühlt sich wohl, liebt ihren Papa. An Julia, Annis Mutter, die ohne Partner ist, nagt die Eifersucht, ständig ruft sie Anni während der Papa-Wochenenden an, knabbert dabei Fingernägel. Bei einem Streit zwischen Tom und Julia wird deutlich, dass er sie nicht, wie von ihr behauptet, wegen der anderen verlassen hat. Vielmehr hat Julia, freundlich ausgedrückt, ein Misstrauensproblem. Wie beiläufig tischt sie Anni immer neue Lügen über deren Vater auf, verhindert so die Treffen, zieht mit dem Kind sogar ohne Mitteilung fort, unterbindet durch Fake-Telefonnummern den Kontakt und behält bei alledem auch noch ihre mädchenhafte Unschuldsmine. Anni soll dem Vater ganz entrissen werden. Aus Rache. Aus Schmerz.


Als für das Mädchen die (vorgetäuschte) Ablehnung ihres geliebten Papas schließlich zu groß wird, erbricht sie sich. Der falsche Trost der Mutter wirkt brutaler als jeder Schlag es sein könnte. Julia misshandelt die Seele ihres Kindes. Ausdauernd. Allen Erfahrungen nach werden Beziehungsunfähigkeit, Ängste, Süchte und Weiteres die Folgen davon im Erwachsenenleben sein. Die offizielle Bezeichnung hierfür lautet Eltern-Kind-Entfremdung, kurz PAS. PAS wird inzwischen von der WHO, wie auch von Familiengerichten, als Kindesstörung anerkannt. Im Film verletzt sich Anni irgendwann selbst, droht dem Richter mit Suizid, wenn sie wieder zum Vater müsse. Doch bei ihrer manipulativen Mutter würde sie in der Realität (vorausgesetzt, der Vater hat einen Anwalt, der im Thema ist) auch nicht bleiben. Einzige Alternative zunächst: ein neutraler Ort, das Heim. Womit klar ist, dass es Müttern wie Vätern, die PAS anwenden, um vieles gehen mag, ums Kindeswohl jedoch sicher nicht.

Mehr zum Umgangsrecht hier

Mit dem, Julia im Film vertretenden Kollegen haben sich auch zwei gefunden. Das Umgangsrecht mittels gefaktem Gutachten einschränken zu lassen, ist allein schon kriminell. Aus gutem Grund schreibt der Gesetzgeber vor: “Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil. Jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt“ (§ 1684 BGB Abs. 1). Um jemandem aber das Sorgerecht entziehen zu können, muss das Kind bei demjenigen akut gefährdet sein, durch Drogenmissbrauch, Misshandlung, sexuellem Missbrauch oder Ähnlichem. Trägt man nun als Anwalt solche Beschuldigungen vor, und sie stellen sich im Laufe des Prozesses als Verleumdung heraus, hat man ein Verfahren am Hals. Und dem Mandanten / der Mandantin wird das Sorgerecht wohlmöglich selbst entzogen. Ergo: Nicht ratsam. 

Absolut ratsam ist es jedoch, sich diesen ungewöhnlich interessanten Film zu sehen, dessen Ende hier natürlich nicht verraten wird. 

Mittwoch, 12. Februar 2020 um 2015 in der ARD. Oder bis zum 12. Mai 2020 in der ARD Mediathek - "Weil du mir gehörst". 

Herzlichst, 

Kanzlei Gerhard Rahn (Anwalt in Scheidungssachen)

 

(Text: Frank Jaspermöller, Bilder: SWR) 

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