Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

"Nachts nicht üblich" - warum ein Baby sterben musste

Kindersarg mit Kreuz, Firma Foetensarg

Wie erst jetzt bekannt wird, hat sich in der Nacht zum 23. Juni in Berlin eine Tragödie zugetragen. Eine junge Frau erwartet ein Kind, bekommt starke Schmerzen und Blutungen. Sie braucht Hilfe, hat kein Telefon zur Hand, also wendet sie sich gemeinsam mit ihrem Mann an einen Security-Mitarbeiter, der ihr Haus bewacht. Der ist nicht jedoch bereit, einen Notarzt zu rufen, dies wäre Sonntag morgens um vier „nicht üblich“. Die Frau und ihr Mann legen den Weg zur Notaufnahme daraufhin teils zu Fuss, teils mit der Straßenbahn zurück. Als sie endlich im Krankenhaus ankommen, kann das Baby nur noch tot aus dem Mutterleib geborgen werden.

Zweierlei Maß? 

Bei dem Haus handelt es sich um die Erstaufnahmestelle für Geflüchtete in Berlin-Lichtenberg, betrieben von der Arbeiterwohlfahrt. Die macht für ihre Mitarbeiter*innen in einer internen Arbeitsanweisung zwar deutlich, dass „in Notfällen unbedingt ein Rettungswagen angefordert werden“ müsse. Doch wer entscheidet, was ein Notfall ist? In den Qualitätsrichtlinen für Sicherheitsdienste, Securities also, des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten fehlt eine klare Weisung, dass die Bitte um einen Rettungsdienst keinesfalls verweigert werden darf. Eine Lücke in den Vorgaben, die Securities offenbar dazu veranlasst, all zu flappsig mit der Gesundheit von ihnen anvertrauten Geflüchteten umzugehen. Ob ein Security-Mitarbeiter es gewagt hätte, für eine Deutsche in der gleichen Situation nicht umgehend Hilfe zu holen, darf zumindest bezweifelt werden. 

Keine Ermessenspielräume! 

Der unterlassenen Hilfeleistung hat der Mann, der ja eigentlich für die Sicherheit der Menschen da sein sollte, sich in jedem Fall schuldig gemacht. Hilfe muss immer geleistet werden, egal wann, egal für wen. Sollte das ärztliche Gutachten nun auch noch bestätigen, dass das Kind bei früherem Eingreifen gerettet hätte werden können, kann es sich sogar um fahrlässige Tötung handeln. Das wird dann auch für ihn sehr ernsthafte Folgen haben. Es ist also im Interesse aller, dass das Landesamt seine diesbezüglichen Weisungen unverzüglich überarbeitet. Securities brauchen glasklare Vorgaben, Ermessenspielräume, die am Ende Menschenleben kosten, darf es hier nicht geben. 

Die Frau leidet aufgrund des Vorfalls unter starken Depressionen. Ich wünsche Ihr rasche Besserung, möge sie diesen schrecklichen Verlust irgendwie verkraften. 

Herzlichst,

Gerhard Rahn, Fachanwalt für Sozialrecht 

 

(Mehr zu dem Fall finden Sie hier! Bild: Mit freundlicher Genehmigung des Portals Foetensarg.)