Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Brief an ein Küken, das morgen sterben wird

Liebes Küken,

wie kann ich dir das jetzt nur erklären? Ja, wir sorgen dafür, dass du das Licht der Welt erblickst. Und dafür, dass du deine schwarzen Knopfaugen bereits einen Tag später für immer schließen musst. Ehrlich gesagt: Eigentlich dürfen wir das so gar nicht. Wegen der Ethik und so. Massenvergasung ist ja grad in Deutschland ein blödes Thema. Unser Gesetz schreibt vor, dass Tiere nur aus einem „vernünftigen Grund“ getötet werden dürfen. Fünf bis sieben Cent würde ein Ei mehr kosten, wenn du leben dürftest (ein bisschen wenigstens), das kann also kein vernünftiger Grund sein für deinen frühen Tod. Oder? 

Moment, was lese ich da: Ein hohes deutsches Gericht hat diese Woche entschieden, es ist alles okay und vernünftig so. Ah. Wieso das? Na klar: Weil wir das schon seit vielen Jahrzehnten so machen! Deshalb ist es den Hühnerproduzenten (so nennt man Eure Besitzer) natürlich nicht zuzumuten, plötzlich von einem Jahr aufs andere irgendwas zu ändern. Vernünftig, nech? Anfang der 1970er Jahre bereits hat Horst Stern, damals ein schonungsloser Aufklärer von menschgemachtem Tierleid, im Fernsehen gezeigt: Putzige Küken werden in eine Art Milchkanne gestopft, Deckel zu, Gas auf. Die Empörung war groß, obschon nicht so laut wie heute. Man sagte uns: „Das muss leider so sein“. Ah so, na dann - 

Liebes Küken, wir haben es in fast 50 Jahren nicht fertig gebracht, eine Alternative zum Töten von dir und deinen Millionen Kumpels jedes Jahr zu finden. Zahlen lenken uns ab, je größer sie sind, desto weniger berührt uns der oder die Einzelne. Fällt ein Enten-Küklein in einen Gully, rückt die Feuerwehr an. Gut so. Euch aber pfercht man hunderfach zusammen, dreht den Gashahn auf oder den Schredder an. Genehmigt hat das übrigens eine Partei, die sich "christlich" nennt. Bewahrung der Schöpfung und so. Schon klar. Bald aber wird eine neue, junge Generation bei uns das Ruder übernehmen. „Mit dem Herzen denken, mit dem Kopf fühlen“, posten wir gern poetisch. Ich bin mir sicher: Diese jungen Menschen werden das endlich leben, werden kein „Das muss leider so sein“ mehr akzeptieren. Du wirst morgen leider sterben. Aber hey: Wir kaufen uns zu Ostern dann ein Plüsch-Abbild von dir. Stellen es auf ein Nest und sind entzückt. Bitteschön, machen wir doch gern.

Danke für dein Verständnis, Deine

Rechtsanwaltskanzlei Gerhard Rahn, Frank Jaspermöller

(Weitere Infos zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts finden sie HIER.)