Vorstrafe

Als vorbestraft gilt, wessen Strafe im Bundeszentralregister eingetragen ist. Dort werden alle rechtskräftigen Strafurteile gelistet und entsprechend der Löschungsfristen wieder entfernt. Die Fristen hängen von der jeweiligen Strafe ab. Verwarnungen mit Strafvorbehalt werden nach spätestens zwei Jahren gelöscht. (Konkret richtet sich das nach der Bewährungszeit. Wurde die auf ein Jahr festgesetzt, bleibt der Eintragung ein Jahr lang stehen. Bei zwei Jahren Bewährung, bleibt auch der Eintrag eben diese zwei Jahre drin.) Strafen bis zu 90 Tagessätzen oder drei Monaten Freiheitsentzug bleiben fünf Jahre und alle übrigen Taten zehn, bzw. 15 Jahre. Ausnahme: Sexualstraftaten. Sie stehen 20 Jahren im Register. Auch noch wichtig zu wissen: Kommt eine neue Straftat hinzu, verlängert sich damit auch die Frist der vorherigen.

Von Eintragungen im Bundeszentralregister zu unterscheiden sind Vermerke im polizeilichen Führungszeugnis. Darin werden ausschließlich Strafen von mehr als 90 Tagesätzen oder Freiheitstrafen von mehr als 3 Monaten eingetragen. Wer zu einer geringeren Strafe verurteilt wurde, der braucht sich auch auf Nachfrage von Arbeitgebern oder anderen Stellen nicht als vorbestraft zu bezeichnen und muss die Eintragung im Bundeszentralregister nicht offenbaren (§ 53 BZRG).

Wir helfen gern, wenn eine Vorstrafe gelöscht werden soll!