Vorladung

Eine Vorladung ist eine Auffordung zum persönlichen Erscheinen, meist um einen strittigen Sachverhalt zu klären. Wie auf eine Vorladung reagiert werden muss, hängt vom Absender ab. Ist die Vorladung von der Polizei, braucht sie nicht zwingend sofort wahrgenommen zu werden. Dann ist es am besten, man sucht zunächst den Anwalt auf und lässt sich beraten. Denn alle, die meinen "Ich habe nichts zu verbergen und kann alleine antworten“, handeln oft leider höchst unvorteilhaft. Ohne Kenntnis der Akte wird gern etwas ausgeplaudert, was aus Sicht der Polizei dann genau ins (negative) Bild passt. So provoziert man weitere Ermittlungen. Überflüssig.

Kommt die Vorladung von der Staatsanwaltschaft, ist ihr hingegen unmittelbar, also auch äußerst kurzfristig, Folge zu leisten. Selbst hier gilt jedoch „Ohne meinen Anwalt sage ich nichts!“ Bitte bedenken Sie: Aus Schweigen kann nie ein Nachteil entstehen. Alles was einmal gesagt ist, kann danach aber fortwährend gegen einen verwendet werden. Deshalb: Bei einer Vorladung nie zu unüberlegten Äußerungen hinreißen lassen! Meine Kollegen und ich kümmern uns gern um Akteneinsicht. Bitte lassen Sie sich beraten, bevor die erste Aussage gemacht wird! 

Eine spezielle Form der Vorladung ist dann noch die zum Haftantritt. Wer bereits zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, wird mit dieser Vorladung aufgefordert, sich zum angegebenen Termin in der Justizvollzugsanwalt einzufinden. Ist das Verfahren abgeschlossen oder wurde keine Haftverschonung bis zum Berufungs- / Revisionsverfahren gewährt, empfiehlt es sich, dieser Vorladung nachzukommen. Überlicherweise kommen alle, die sich auf diese Weise selbst zum Antritt der Strafe stellen, unmittelbar in den Genuss gewisser Vollzugslockerungen, manchmal sogar gleich in den offenen Vollzug. Wird die Vorladung hingegen ignoriert, ergeht ein Haftbefehl. 

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