Strafbefehl

Mit einem Strafbefehl werden einfache Delikte der Kriminalität ohne mündliche Hauptverhandlung erledigt, z.B. Verkehrsdelikte, Diebstahlanzeigen, Körperverletzungen und sogenannte Leistungserschleichungen ("Schwarzfahren"). Die Staatsanwaltschaft beantragt den Strafbefehl beim Amtsgericht. Oft wird mit dem Strafbefehl ein leichter Abschlag der Strafe vorgenommen, da mit der Annahme quasi ein Geständnis einhergeht. Außerdem erspart man sich die Hauptverhandlung, die beim Strafbefehl öffentlich ist. Ein populär gewordener Fall eines Strafbefehles war 2014 die Forderung gegen einen bayerischen Notarzt, der beim Einsatz zwei PKW's zum Ausweichen aufforderte und hierfür bestraft werden sollte. Nach zahlreichen öffentlichen Protesten zog die Staatsanwaltschaft den Strafbefehl zurück. 

Zustellung

Ein Strafbefehl wird, insofern noch kein Anwalt benannt wurde, dem Beschuldigten im gelben Umschlag per Post zugestellt. Auf dem Umschlag vermerkt der Postbote den Tag der Zustellung. Es ist sehr wichtig, diesen Umschlag aufzubewahren, er ist der Beweis für das Zustelldatum! Nach Eingang beträgt die Frist zum Einlegen des Widerspruchs 14 Tage. Wird sie verpasst, ist der Strafbefehl rechtskräftig. Es gibt nur wenige Ausnahmen, in denen danach noch die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand gelingt. Ein dreiwöchiger Urlaub, so ein gern vorgetragener Grund, gehört nicht dazu. Wer also eine längere Reise plant und Gerichtspost erwartet, sollte unbedingt dafür sorgen, dass sein Briefkasten regelmäßig kontrollieren wird.

Einspruch! 

Mein dringender Rat: Gegen einen zu Unrecht erteilten Strarfbefehl rechtzeitig Einspruch einlegen! Erfahrene Rechtsanwälte, wie wir von der Kanzlei Gerhard Rahn, können oft glaubhaft dargelegen, dass der erhobene Vorwurf falsch ist. Der Strafbefehl wird dann aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen. Befindet der Richter oder die Richterin den Strafbefehl dennoch für rechtens, wird der Einspruch verworfen. Dabei kann es vorkommen, dass sich die Strafe erhöht oder auch sich mindert.

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