Krankenkassenwechsel

                                "Sparen Sie bis zu 80% mit einer Privaten" - so werben die Privaten Krankenversicherungen (PKV) um Mitglieder der Gesetzlichen, damit möglichst viele zu ihnen wechseln. Denn: Je mehr Mitglieder, desto mehr Einnahmen haben sie und desto geringer ist ihr Kostenrisiko. Um wirtschaftlich arbeiten zu können sind die Privaten also auf eine hohe Mitgliederzahl angewiesen. Doch der einzelne Beitragszahler, was hat der von einem Wechsel in die Private? Nun, in jungen Jahren scheint die Ersparnis auf den ersten Blick tatsächlich erheblich zu sein. Für detaillierte Infos zu den Tarifen empfehle ich die Seite Private Krankenversicherungen Tests (Link).

Bitte beachten Sie: Bei Vergleichsportalen handelt es sich fast immer um Makler, die für jeden Abschluss von der entsprechenden Versicherung bezahlt werden. Daran ist nichts Verwerfliches, man sollte es eben nur wissen. Denn ein Wechsel von der Gesetzlichen Krankenversicherung hin zur Privaten ist verlockend einfach. Mit zunehmenden Alter steigen die Beiträge zur PKV dann jedoch rasant. Gerade in der augenblicklichen Niedrigzinsphase sind Beitragsanhebungen im zweistelligen Prozentbereich pro Jahr keine Seltenheit. Die Stiftung Warentest geht davon aus, dass ein derzeit 35-jähriger später mit 65 einen drei Mal so hohen Beitrag an seine Private Krankenversicherung zahlen wird wie heute! Und das ist meines Erachtens noch niedrig geschätzt. Um diese Kosten später überhaupt einmal stemmen zu können, empfiehlt es sich bereits in jungen Jahren reichlich Geld beseite zu legen. Zudem beinhalten Private Krankenversicherungen, anders als die gesetzlichen, keinen kostenlosen Familienschutz. Viele erleben deshalb bei Familiengründung in Sachen Versicherungskosten eine böse Überraschung. 

Ergo: Der Eintritt in eine Private Krankenversicherung lohnt sich finanziell nicht wirklich. Allein die besseren Leistungen (Zahnersatz, Ein- oder Zweibettzimmer, Krankenhaustagegeld, Chefarzt-Behandlung) sprechen überhaupt für eine PKV.

Ist man bereits privat versichert und der monatliche Beitrag ist mittlerweile so hoch, dass er nicht mehr problemlos gezahlt werden kann, heißt es: So schnell wie möglich zurück in die Gesetzliche! Eine Rückkehr ist zwar nicht einfach, oft aber machbar. Vor dem Erreichen des 55. Lebensjahres stehen die Chancen für einen Krankenversicherungswechsel zurück in die GKV gut. Und wer 55 oder darüber ist, dem hat das Gesetz auch einige Hintertürchen offen gelassen. Gern lotet meine Kanzlei in Dresden Ihre Möglichkeiten aus. Sollte sich dabei herausstellen, dass eine Rückkehr zur Gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen ist, prüfen wir, ob eine Bezuschussung in Frage kommt. Oder ob der Beitrag sonst irgendwie gesenkt werden kann.

Die von den Privaten Krankenversicherungen in dem Zusammenhang gern angebotene höhere Selbstbeteiligung ist übrigens ein schlechter Weg, denn damit werden die Kosten zeitlich nur verschoben. Dasselbe gilt für den Basistarif, in den jeder wechseln kann, er enthält bei weitem nicht die Leistungen, die gerade im Alter von Bedeutung sein werden. Wir streben deshalb, sollte eine Rückkehr in Gesetzliche nicht möglich sein, eine dauerhafte Beitragssenkung für unsere Mandanten an, ohne Erhöhung der Selbstbeteiligung und ohne Leistungseinschränkungen.

Wer zu hohe Krankenversicherungsbeiträge zahlt, sollte schnell handeln. Wir beraten Sie HIER -   

(Bild: www.geschenke24.de)