Pflegschaft

Die Pflegschaft wird in den §§ 1909 ff des BGB geregelt, sowie im Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Anders als bei der Betreuung schreibt der Gesetzgeber bei einer Pflegschaft klare Sachverhalte und Zeiträume vor. Sie kann z.B. für die gesamte rechtliche Interessenvertretung eines Kindes bis zu dessen Volljahrigkeit bestellt werden, oder allein für die Verwaltung der Finanzen des Minderjährigen, weil die Eltern hierzu aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage sind. Pflegschaften sind altersunabhängig und haben grundsätzlich einen Fürsorgecharakter. Auch für die Oma kann bis zu deren Lebensende eine Pflegschaft übernommen werden, wobei hier allein von der Pflegschaft im rechtlichen Sinne die Rede ist. Zudem gibt es zahlreiche Pflegschaften, die nur einem alleinigen Rechtsgeschäft dienen, wie z.B. Nachlasspflegschaften. Alle Pflegschaften verbindet, dass durch sie jemandem mindestens ein gesetzlicher Vertreter zur Seite gestellt wird, der im Sinne der rechtlichen Interessen des Betroffenen handelt. Unter Pflegschaft stehende Personen sind nicht allein geschäftstüchtig, schließen sie einen Vertrag ab, ist dieser zunächst schwebend unwirksam. Der Pfleger, bei Kindern spricht man von Pflegemutter oder -vater, muss zur Rechtsgültigkeit dann grundsätzlich noch zustimmen. Häufig verhandelte Pflegschaften sind:

  • Umfängliche Pflegschaft für ein Kind / eine Person
  • Abwesenheitspflegschaft
  • Verfahrenspflegschaft
  • Ergänzungspflegschaft
  • Nachlasspflegschaft

Für alle, die mehr über Pflegschaften speziell für Kinder wissen wollen: Das empfehlenswerte Portal www.pflegekinder-berlin.de, auf das ich auch mit obigem Bild hinweisen möchte, beantwortet gut verständlich alle wichtigen Fragen zum Thema. Wer sich für Pflegschaften interessiert, die allein einem Rechtsgeschäft dienen, dem helfe ich gern HIER persönlich weiter.