Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Die Macht der Bilder

Was erschreckt mehr? Die menschenverachtende Tat des "U-Bahntreters" Svetoslav S., die uns im Überwachungsvideo alle zu recht so empört, ja wütend macht? Oder die nun auf das Urteil folgenden Kommentare unter den Artikeln zum Urteil?

"WARUM WERDEN SOLCHE MONSTER NICHT ABGESCHOBEN?" -  "ES MUSS NOCH DUNKELHAFT HINZUKOMMEN!" - "DA HILFT NUR NOCH SELBSTJUSTIZ!" - "SO EIN UNGEHEUER!!!" usw. usw. ...

Die Berliner Zeitung​ kam zunächst gar nicht so schnell mit dem Löschen der vielen Aufrufe zum Mord an den Täter nach. Und die WELT​ hat die Kommentarfunktion sogar eine Zeit lang gestoppt, das Thema war offenbar nicht mehr beherrschbar. Schon als das Video vor Wochen veröffentlicht wurde gab ich zu Bedenken, dass damit Emotionen geschürt werden, die nur schwer wieder einzufangen sind. Denn Bilder haben eine ungeheure Macht. Wir sehen nur den kurzen Aussschnitt einer verachtenswerten Tat. Kein Davor, kein Danach. Und sind uns sicher, wir können richten. Neue Erkenntnisse interessieren da nicht, ja stören sogar:

1. Der Mann kann nicht abgeschoben werden, er ist in Deutschland zu Hause.
2. Er ist aus mehreren Gründen vermindert schuldfähig.
3. Das Opfer trug - Gott sei dank - keine schweren Verletzungen davon.
4. Der Täter hat eindringlich um Entschuldigung gebeten.

Die Verteidigung hat eine Bewährungsstrafe gefordert, die bei vergleichenbaren Fällen ohne Veröffentlichung eines Videos auch ausgesprochen wird. Darüber lässt sich natürlich streiten, doch ich bin der Meinung: Öffentlicher Druck darf unsere Rechtssprechung nicht derart beeinflussen! Beim Verkünden des Urteils, immerhin fast drei Jahre Freiheitsentzug, gab die Richterin unumwunden zu: "Eine harte Strafe (...), die Bilder haben die Öffentlichkeit schockiert (...), die Tat hat das Sicherheitsgefühl der Allgemeinheit erheblich beeinträchtigt." Die Tat? Oder waren es nicht viel mehr die Bilder davon? Ich werde nicht jedem aus der Seele sprechen, bleibe aber dabei: Die Veröffentlichung eines solchen Videos zur Fahndung muss die absolute Ausnahme bleiben. Weil es Lynchjustiz in Deutschland nie wieder geben darf. 

Ihr Rechtsanwalt Gerhard Rahn, Strafverteidiger